Programmtipp: Wunderwaffe Mikrobiom – Kleine Helfer, große Wirkung

Diese wirklich sehenswerte und ziemlich aktuelle Dokumentation über das Mikrobiom zeigte 3 Sat heute. (Nachzuschauen auf Youtube)

Der relativ neue Begriff Mikrobiom ersetzt den zuvor verwendeten und noch deutlich bekannteren Begriff Darmflora. Die neue Bezeichnung setzt sich zusammen aus den Wörtern Mikro (griechisch mikro –  klein) und Biom (griechisch Bios – Leben). Somit bezeichnet es alle Lebewesen beziehungsweise Mikroorganismen, die den Menschen besiedeln. Sie sind zu einem großen Teilen für unser Immunsystem verantwortlich.

Entscheidender Faktor zur Entwicklung eines vielfältigen und somit starken Mikrobioms kann bereits die Geburt sein. Für Patienten mit mäßig entwickeltem oder gestörten intestinalen Mikrobiom werden kurz Möglichkeiten zur Behandlung dargestellt. Dazu zählt das beispielsweise eine vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung. Aber auch das Vermeiden von Konservierungsstoffen in Fertiggerichten. Positive Auswirkungen haben hingegen nicht pasteurisierte Lebensmittel wie Rohmilchprodukte, Joghurt oder auch fermentierte Lebensmittel.

Abschließend wird auf den Zusammenhang zwischen unserem Mikrobiom und Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ 2 oder Asthma eingegangen. Aber es soll auch eine Verbindung zu Depressionen geben, zeigen Studien. Die Nervenzellen im Darm kommunizieren ununterbrochen mit dem Gehirn. Besonders hervorzuheben wäre allerdings die Forschung mit Autismus. Bei Patienten wurde eine deutlich veränderte Besiedlung des Darms festgestellt. Erste Versuche zeigen, dass Patienten, die an Autismus leiden, sehr positive Effekte mit einer Stuhltransplantation erzielen können.

Insgesamt somit sehr sehenswert. Nähere Informationen zum Thema finden Sie unter dem Stichwort Orthomolekulare Medizin.


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